➤ J. MÜLLER ALS ATTRAKTIVER ARBEITGEBER
(GRI 401-1a) Unsere Mitarbeiter sind das Herz unseres Unternehmens. Wir fördern unternehmerisches Denken und eigenverantwortliches, nachhaltiges Handeln. Wir agieren verantwortungsvoll gegenüber Mensch, Tier und Umwelt.
Fluktuationsrate
Im Jahr 2023 betrug die Fluktuationsrate 5,8 %. Gegenüber dem Jahr 2022 ist sie um 0,6 % gesunken. Die Fluktuationsrate orientiert sich an der Formel der BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände).
Die Arbeitswelt verändert sich
Als familiengeführtes, mittelständisches Unternehmen sehen wir uns als wirtschaftlichen Motor der Region. Was wir aber auch sehen, sind aktuelle und anstehende Herausforderungen. Eine sich verändernde Arbeitswelt und der demografische Wandel gehen Hand in Hand. Da beschäftigen uns nicht nur der Arbeitskräftemangel, sondern auch Veränderungsprozesse, die die Arbeitsweise an sich betreffen: Die Digitalisierung beeinflusst Abläufe und Kommunikation. Einerseits verbessert sie Arbeitsbedingungen und ermöglicht mehr Beteiligung. Andererseits erfordert sie aber auch Umstellungen und das Einlassen auf neue Prozesse. Für den Bereich Personal heißt das beispielsweise: Wir nutzen ein anwenderfreundliches, digitales Bewerbermanagementsystem. Die Bewerber können sich online über die Internetseite bewerben.
Weitere Informationen zu Gesamtzahl und Rate neuer Angestellter finden Sie unter Anhang.
Manuela Drews, Geschäftsführerin für den Bereich Zentrale Dienste
„Wir, die gesamte Personalabteilung, verstehen uns als Dienstleister für die Mitarbeiter der J. MÜLLER Unternehmensgruppe.“
Beruf und Privatleben vereinen
(GRI 3-3) Für einen Hafen- und Logistikdienstleister wie J. MÜLLER, wo an 360 Tagen im Jahr mit hoher Präsenz vor Ort gearbeitet wird, ist es eine Herausforderung, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen. Mit verschiedenen Maßnahmen versuchen wir, den Wünschen der Mitarbeiter durch unterschiedliche Ausgestaltungsmöglichkeiten Rechnung zu tragen, wie mobiles Arbeiten, Teilzeit etc.
Der Mensch steht im Mittelpunkt: Das ist nicht nur eine Kapitelüberschrift. Es ist das Fundament unseres Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnisses. Wir halten die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für sehr wichtig. Auf die sich verändernde Arbeitswelt reagieren wir folglich so: Auf Wunsch bieten wir – dort, wo es sich realisieren lässt – individuelle flexible Arbeitszeitmodelle oder Teilzeit an.
Gesetzlicher Anspruch auf Elternzeit
(GRI 401-3) Ferner gilt: Ob Führungskraft, Elektroniker oder Fachkraft für Hafenlogistik: In Deutschland haben alle Mitarbeiter Anspruch auf Elternzeit – unabhängig vom Geschlecht.
Zwischen dem Jahr 2021 und dem Jahr 2023 haben insgesamt 36 Mitarbeiter eine Familie gegründet oder vergrößert und Elternzeit genommen. Davon waren 27 Personen männlich und 9 Personen weiblich. Von diesen Mitarbeitern sind alle nach ihrer Elternzeit an ihren oder einen vergleichbaren Arbeitsplatz zurückgekehrt und arbeiten aktuell weiterhin bei uns.
Anzahl der Mitarbeiter, die Elternzeit in Anspruch genommen haben:
Gleichstellung und respektvoller Umgang
(GRI 407-1a) Auch die Themen Gleichstellung und diskriminierungsfreier Arbeitsplatz sind von Bedeutung. Als deutsches Unternehmen unterliegen wir dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Ferner haben Mitarbeiter das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen. Dazu heißt es in unserem Code of Conduct:(vollständiger CoC im Netz oder im Anhang):
II. Diskriminierungsverbot
(GRI 405-1, GRI 406-1a, GRI 407-1 a+b) Niemand darf wegen seiner Hautfarbe, seines Geschlechts, seiner Behinderung, seiner Weltanschauung, seiner Kultur, seiner sexuellen Orientierung, seines Alters, seiner Religion, seiner ethnischen oder sozialen Herkunft, seiner Nationalität, seines Aussehens, seines Familienstands oder seiner politischen oder gewerkschaftlichen Betätigung benachteiligt oder bevorzugt werden.
Führungskräfte gehen als Vorbild voran und tragen die Verantwortung dafür, ein positives Arbeitsumfeld für ihre Mitarbeiter zu schaffen, frei von Diskriminierung und Belästigung.
(GRI 406-1a, GRI 407-1a) Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind keine Diskriminierungsfälle bekannt. Ferner sind auch keine Verletzungen des Rechts auf Vereinigungsfreiheit oder Tarifverhandlungen bekannt.
Gesellschafter / Aktionäre:
(GRI 405-1a) Vorstand/Geschäftsführung:
(GRI 405-1b) Mitarbeiter:
(GRI 2-19, GRI 2-20, GRI 2-30, GRI 202, GRI 202-1) Attraktive Vergütung für alle Mitarbeiter
→ Einheitliche Einstiegsgehälter nach der Ausbildung unabhängig vom Alter und Geschlecht.
→ Gewerbliche Mitarbeiter beider Standorte unterliegen Haustarifverträgen geschlossen mit der Gewerkschaft ver.di.
➤ GRUNDLEISTUNGEN UND BENEFITS
(GRI 401-2a) Diese Grundleistungen stehen allen Mitarbeitern, die eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben, zu:
→ Betriebsarzt führt Pflicht- und Angebotsuntersuchungen durch.
→ Elternzeit.
→ J. MÜLLER zahlt allen Mitarbeitern ab dem 7. Monat der Betriebszugehörigkeit vermögenswirksame Leistungen.
→ J. MÜLLER bietet allen unbefristeten Mitarbeitern nach der Probezeit eine betriebliche Altersvorsorge an.
→ Erwerbsunfähigkeitsrente und Berufsunfähigkeitsversicherung sind Teil der betrieblichen Altersvorsorge.
→ Unsere Mitarbeiter können ihr Wunschrad mittels Dienstradleasing erhalten.
→ J. MÜLLER gewährt Sonderurlaub, zum Beispiel für Eheschließung, Silberhochzeit, 25- oder 40-jähriges Jubiläum.
→ Bildschirmarbeitsplatzbrillen bezuschussen wir mit 120,00 €.
Zur Förderung von Innovation und Eigeninitiative nutzen wir ein betriebliches Vorschlagswesen. Zur Gesundheitsprävention setzen wir auf Firmenfitness in Kooperation mit EGYM Wellpass: Teilnehmende Mitarbeiter zahlen 12 € pro Monat und erhalten dafür Zugang zu wohnortnahen Sport- und Wellnesseinrichtungen. Sie können außerdem Onlinekurse besuchen.
72,8 %
der Mitarbeiter nehmen an der zusätzlichen Altersversorgung teil.
Thomas Bielefeld, stellvertretender Vorstandsvorsitzender
„Herausforderungen sind unser Geschäft. Neben der Tradition gehört zu unserem Unternehmenskern auch die Innovation.“
➤ BEWÄHRTE FÜHRUNGSKULTUR
(GRI 402) Wir sehen uns als modernen Dienstleister und soliden Arbeitgeber. Wir agieren verantwortungsvoll gegenüber Mensch, Tier und Umwelt. Für unsere Personalstrategie heißt das: Wir planen langfristig, damit wir Schwankungen an den Märkten flexibel begegnen können. Einen Fokus legen wir auf die Arbeitssicherheit und den Ausbildungsstand. Daran arbeiten alle Mitarbeiter gemeinsam. Unsere Führungskräfte nehmen eine besonders verantwortungsvolle Rolle ein: Wir arbeiten über Funktions- und Bereichsgrenzen hinweg an unseren Zielen. Direkte Wege und offene Türen gibt es bei J. MÜLLER überall. Wir kommunizieren Entscheidungen offen und motivieren zu Eigeninitiative und Leistung.
➤ DAS SIND UNSERE ZIELE IM BEREICH PERSONAL

➤ AUS- UND WEITERBILDUNGEN: FACHKOMPETENZEN STÄRKEN
(GRI 404-2a) Zu unserer langfristig angelegten Personalstrategie gehören auch Aus- und Weiterbildungen. Denn alle Mitarbeiter sollen ihre Aufgaben als wertvoll empfinden. Individuelle Fortbildungen erhöhen sowohl persönliche als auch fachliche Kompetenzen.
(GRI 404-2b) Die Personalabteilung koordiniert das Thema und stellt – in Absprache mit Abteilungsleitern und Mitarbeitern – ein Angebot zusammen, das möglichst viele Phasen des Berufslebens abdeckt.
→ Individuelles Fortbildungsangebot
→ Betriebliche Schulungen
→ Praktika
→ Berufsausbildung
→ Duales Studium
→ Organisierte Einarbeitung
→ Förder- und Nachwuchsprogramme (Gewährung von Fortbildungsstipendien)
Dies ist Mitarbeiter Kevin Kaarz. Kevin hat 2008 seine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker begonnen und arbeitet seit fast 15 Jahren bei J. MÜLLER.
Kira Bierbaum hat 2018 ihre Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung bei J. MÜLLER abgeschlossen. Nach einem Jahr gesammelter Berufserfahrung ermöglichte J. MÜLLER ihr Fachwissen im Rahmen einer berufsbegleitenden Weiterbildung zur Fachwirtin für Güterverkehr und Logistik zu erweitern.
Neue Möglichkeiten eröffnen und Fachkräfte halten
Weiterbildungen tragen zur Motivation bei und eröffnen unseren Mitarbeitern Möglichkeiten, fachlich und finanziell auf die nächste Stufe zu gelangen. Sie machen alle Beteiligten – die Mitarbeiter und das Unternehmen – fit für zukünftige Herausforderungen. Das Vorgehen hilft uns auch, interne Weiterentwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für bestehende Mitarbeiter frühzeitig zu erkennen und daran zu arbeiten, diese wertvollen Fachkräfte im Unternehmen zu halten.
Der stete Ausbau von fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen trägt zur Stabilität unseres Unternehmens bei.
(GRI 404-2a) Teilnahme an Fortbildungen
Im Jahr 2023 gab es nach der Coronapandemie einige Fortbildungen nachzuholen. Geschult wurden neben den fachlichen Kompetenzen auch soziale und personale Kompetenzen
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Internationales Logistikmanagement
Logistikmanagement
BWL
Wirtschaftspsychologie
Sales and Marketing
Wirtschaftsinformatik
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Elektrotechnik
Logistik
Industrie
Metallbau
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Fachwirt für Güterverkehr und Logistik
Verkehrsfachwirt
Fachwirt für Hafenwirtschaft, Transport und Logistik
Handelsfachwirt
Technischer Fachwirt
Wir übernehmen die Kosten für Meister- und Fachwirt-Weiterbildungen und fördern Studiengänge im Rahmen von Weiterbildungsverträgen. Obenstehend sehen Sie, in welchem Bereich die Weiterbildungen stattgefunden haben.
➤ Ausbildung
(GRI 404-2a) Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern können wir am besten wachsen. Innovation braucht neben langjährigem Fachwissen von sehr erfahrenen Beschäftigten auch neue Perspektiven und Ideen, die für ordentlich Wind in den Prozessen sorgen. Zum Beispiel von engagierten, motivierten Auszubildenden!
J. MÜLLER ist IHK-zertifizierter Ausbildungsbetrieb. Wir bilden sowohl gewerblich-technische als auch kaufmännische Berufe aus. Die Bereiche und Aufgaben sind abwechslungsreich. Was aber alle 11 Ausbildungswege bei uns gemeinsam haben: In jedem Bereich gibt es mindestens einen Ausbilder, der den strukturierten Ablauf steuert. Alle Auszubildenden unterstützen wir mit einem Förder- und Nachwuchsprogramm. Dieses enthält beispielsweise Maßnahmen zur externen und internen Prüfungsvorbereitung oder innerbetriebliche Nachhilfe.
Bei uns wird niemand ins kalte Wasser geworfen: Unsere Auszubildenden stehen am ersten Arbeitstag nicht ratlos herum. Sie gehören von Anfang an dazu, erhalten Orientierung, Einarbeitung und Beratung. Diese bewährten Maßnahmen nutzen wir dafür: Alle Auszubildenden erhalten schon vor Ausbildungsbeginn einen persönlichen Ansprechpartner. Jede Ausbildung beginnt mit zwei Azubi-Starttagen, die den Einstieg und das Kennenlernen erleichtern. Während der Ausbildung geben die Ausbilder regelmäßig Feedback.
IHK Rezertifizierung im Jahr 2023
Im Jahr 2023 wurde die Qualität unseres Ausbildungsprogramms erneut geprüft. Diese Aufgabe übernahm ein Beraterteam der IHK im Rahmen eines Qualitätsprüfungsverfahrens.
Das Prüfungsverfahren beruht auf den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes. Es wurde entwickelt, um die Qualität der betrieblichen Berufsausbildung zu sichern. Das Beraterteam bewertet verschiedene Qualitätsbereiche und macht sich ein umfassendes Bild.
Hier lesen Sie eine Auswahl der Bereiche, die geprüft wurden:
→ Wie engagiert sich das Unternehmen bei der Berufsorientierung und der Gewinnung von Auszubildenden?
→ Wie gestaltet das Unternehmen den Start der Ausbildung?
→ Wie wird der Verlauf der Ausbildung geplant?
→ Wie gelingt die Zusammenarbeit mit den dualen Partnern?
→ Welche Perspektiven gibt es für die Zeit nach der Ausbildung?
Wir freuen uns sehr, dass wir erneut das IHK-Siegel „TOP AUSBILDUNG“ erhalten haben.
„Unsere Übernahmequote lag
im Jahr 2023 bei 85 %.”
Kaja Hanke, Personalabteilung
J. MÜLLER erhielt am 12. Juni 2019 die Auszeichnung TOP AUSBILDUNG für drei Jahre. Das Foto zeigt die Rezertifizierung durch die IHK am 09.03.2023 für weitere drei Jahre.
v. l.: Stefan Bünting (Leiter des Geschäftsbereiches Bildung bei der IHK Oldenburg), Neele Evers, Kaja Hanke (beide Personalabteilung J. MÜLLER), Jan Müller (Präsident der IHK Oldenburg)
➤ Blick hinter die Kulissen: So läuft eine Ausbildung bei
J. MÜLLER ab
Der Weg zu J. MÜLLER startet für Nachwuchskräfte auf unserer Internetseite: Dort finden sie verschiedene Informationsangebote und Online-Bewerbungsformulare.
→ Wir stellen in Ausbildungsvideos die verschiedenen Ausbildungsberufe vor.
→ Im Azubi-Blog informieren wir über Neuigkeiten sowie Tipps und Tricks zur Bewerbung.
→ Auf dem Instagram-Account @jmuellerkarriere geben unsere Azubis einen persönlichen Einblick in ihren Ausbildungsalltag im Hafen.
Wir bieten zudem die Möglichkeit, vor Ausbildungsstart ein Praktikum zu absolvieren, damit sich unsere Nachwuchskräfte noch besser über die Ausbildungsmöglichkeiten informieren können. Nach einem schnellen, einfach gestalteten Bewerbungsprozess startet die Ausbildung:
Ihr persönlicher Ansprechpartner und ein Newsletter halten unsere Nachwuchskräfte auf dem Laufenden. Nach den Starttagen erhalten unsere Auszubildenden direkt eigene Aufgaben und dürfen früh Verantwortung übernehmen. Sie durchlaufen verschiedene
Abteilungen und lernen neue Kollegen kennen. Je nach Ausbildungsberuf können sie auch zwischen unseren Standorten Brake und Bremen wechseln.
Unsere Auszubildenden erhalten eine attraktive Vergütung zuzüglich Urlaubsgeld und Jahreszuwendung sowie vermögenswirksame Leistungen. Wir bezuschussen außerdem die Fahrtkosten zur Berufsschule.
Viele Aktivitäten bringen immer wieder Abwechslung in den Arbeitstag und stärken den Zusammenhalt und die Identifikation mit J. MÜLLER:
→ Ausflüge
→ Besichtigungen
→ Sportveranstaltungen
→ Azubiprojekte
Nach getaner Arbeit und erfolgreicher Prüfung ehren wir abgeschlossene Ausbildungen in besonderer Kulisse: Die Feier findet in 90 Metern Höhe im Sitzungszimmer auf dem Silo statt.
Abschlussfoto der Azubi-Freisprechung auf dem Silo 6 im Sommer 2023
Was von der Welt sehen
Im Bereich Spedition haben Auszubildende die Möglichkeit, einen Abschluss als Europakaufmann zu erwerben. Dazu gehört ein Auslandsaufenthalt bei einem unserer Kunden.
Ausbildungsprojekte: Identifikation und Engagement fördern
(GRI 404-2a) Ob beim Kutterpullen den Zusammenhalt stärken oder für die Lebenshilfe Brake ein Haus entkernen: Neben fachlichen Kompetenzen zahlen unsere Förder- und Nachwuchsprogramme auch auf unsere Werte und unseren Managementansatz ein. Gemeinsam sind wir stark. Besonders unsere Auszubildenden führen wir frühzeitig an unsere Werte, soziales Engagement und nachhaltiges Handeln heran. Das stärkt die Identifikation mit J. MÜLLER und die Kompetenzen direkt zum Start ins Berufsleben. Es folgt eine Auswahl der Ausbildungsprojekte aus dem Berichtszeitraum.
Alle Azubiprojekte finden Sie hier auf unserer Website.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz: sensibilisieren und kommunizieren
➤ Verantwortung bewusst machen
(GRI 403-5) Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt: Unsere Mitarbeiter haben einen großen Anteil am 200-jährigen Fortbestehen unseres Unternehmens. Damit sie effektiv und sicher arbeiten können – und das langfristig –, tragen wir die Verantwortung für Arbeitssicherheit und Gesundheit. Viele unserer Mitarbeiter erledigen körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten und arbeiten mit komplexen Geräten. Und das bei Wind und Wetter. Hochwertige Arbeits- und Wetterschutzkleidung schützt unsere Mitarbeiter vor der Witterung. Dabei gilt: Erst ein sicherer Arbeitsplatz ermöglicht eine gute Leistung. Neben dem hohen Ausbildungsstandard gehört der Arbeitsschutz zu unseren Fokusthemen als verlässlicher Arbeitgeber.
(GRI 403-8abc, GRI 403-1a, GRI 403-1b)J. MÜLLER ist nach ISO 14001 zertifiziert. Daraus ergeben sich auch Anforderungen und Regeln zu Notfallvorsorge, Gefahrenabwehr und weiteren Themen des Arbeitsschutzes.
Gut zu wissen: Vorschriften, Maßnahmen und Prozesse zur Arbeitssicherheit gelten für alle Beschäftigten. Also sowohl für unsere Mitarbeiter als auch für Beschäftigte von Fremdfirmen.
Unterweisungen zu Arbeits- und Gesundheitsschutz gelten für 100 % der Beschäftigten.
➤ So identifizieren, bewerten und reduzieren wir Gefahren
(GRI 403-7) Zur Identifizierung und Bewertung arbeitsbedingter Gefahren führen wir regelmäßig Gefährdungsbeurteilungen durch. Wir bestimmen und bewerten sowohl physische als auch psychische Risiken. Für jede Tätigkeit liegt eine Gefährdungsbeurteilung vor.
Unsere Sicherheitsbeauftragten treffen sich viermal im Jahr und analysieren aktuelle Schwerpunktthemen. Diese bringen sie dann in die ASA-Sitzungen ein. Unabhängig von den Gefährdungsbeurteilungen führen wir außerdem regelmäßig Unfallanalysen durch.
Betriebsbegehungen
(GRI 403-2a) Als weitere Maßnahme finden monatliche Betriebsbegehungen statt. Dazu sind die Leiter der jeweiligen Fachbereiche verpflichtet. Sie begehen ihre eigenen Bereiche, aber auch andere Bereiche. Das soll Betriebsblindheit entgegenwirken. Die Leiter der Fachbereiche führen auch gemeinsame Begehungen durch. Die Begehungen finden ergebnisoffen statt und mit der klaren Ansage: Kritik soll geäußert werden.
Die Begehungsdokumentationen erstellen wir mithilfe einer App: Das reduziert einerseits den Papierverbrauch und erleichtert andererseits den schnellen Zugriff auf wichtige Daten. Am Standort Bremen erstellen wir die Dokumentationen bereits zu 100 % mit der App.
Toolbox-Meetings
(GRI 403-2a) Zudem führen wir Toolbox-Meetings zur Förderung von Kommunikation und Erhöhung der Aufmerksamkeit durch: Die kurzen, einfachen Sicherheitsunterweisungen finden nach Bedarf statt. Zum Beispiel zum Beginn einer Schicht oder Tätigkeit. Die Teilnehmer sprechen über anstehende Aufgaben sowie mögliche Risiken und kommunizieren eindeutig, wer die Verantwortung trägt und welcher Mitarbeiter welche Rolle im Arbeitslauf einnimmt.
ASA-Sitzungen
(GRI 403-4 a,b) Nach § 11 des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) ist J. MÜLLER zur quartalsweisen Durchführung von Arbeitsschutzausschuss-Sitzungen (ASA) verpflichtet. Pflicht ist ein Arbeitsschutzausschuss pro Unternehmen. Da die Gefahren an unseren Standorten in Bremen und Brake sehr unterschiedlich sind, führen wir an beiden Standorten eigene ASA-Sitzungen durch.
Bei der Ermittlung von Gefährdungen greifen wir Schwerpunkte der ASA auf und nutzen das S-T-O-P-Prinzip:
Nick Kempendorf, Betriebsbeauftragter für die Arbeitsschutzorganisation
„Etwa ein Viertel unserer Mitarbeiter sind ausgebildete Ersthelfer. Hier übersteigen wir die Empfehlung mit deutlich mehr als 100 %.“
Mitarbeiter Tural Agaev (links) und Ausbilder für Kranführer Andre Meyer (rechts) bei einer Unterweisung
Digitale Unterweisungen zum Arbeitsschutz
(GRI 403-5a) Auf Basis der Gefährdungsbeurteilungen erstellen wir Betriebsanweisungen. Die Unterweisungen erfolgen in regelmäßigen Abständen. Dafür nutzen wir moderne Informations- und Lernformate:
→ Jeder Beschäftigte hat Zugang zu den Unterweisungen.
→ Die Unterweisungen führen wir digital mithilfe einer EHS-Software durch.
→ Der Vorteil: Jeder Mitarbeiter enthält eine individuelle Anweisung.
→ Die Unterweisungen sind spezifisch an die Tätigkeit des Mitarbeiters angepasst.
→ Mitarbeiter können rund um die Uhr relevante Informationen nachlesen.
→ Fremdfirmen werden entsprechend unserer Schulungsunterlagen unterweisen. Die Durchführung kontrollieren wir.
Dort, wo es fachlich Sinn ergibt, führen wir Schulungen und Ausbildungen in Präsenz durch: Das betrifft beispielsweise Kranführer-Ausbildungen, Schulungen zur Ladungssicherung oder die Verwendung von Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA).
Aufmerksamkeit und Austausch
(GRI 403-7a) Offene Türen und das Bestreben, das Thema immer wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken: Das sind wichtige Säulen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes bei J. MÜLLER. Denn Organisation und Kommunikation reduziert das Unfallrisiko am Arbeitsplatz. Auch unsere Dienstleister halten alle Vorgaben ein.
(GRI 403-2bcd, GRI 403-4a) Neben bewährten Prozessen und eindeutigen Verantwortlichkeiten ist auch der Beitrag unserer Mitarbeiter von Bedeutung, um die Sicherheit am Arbeitsplatz kontinuierlich zu verbessern. Denn sie sind für ihre Tätigkeiten die Experten. Wir motivieren unsere Mitarbeiter, den Arbeits- und Gesundheitsschutz aktiv mitzugestalten. Daher beteiligen wir unsere Mitarbeiter an Betriebsbegehungen und der Findung von Lösungen, um Gefahren und Risiken zu reduzieren. Sie sind angehalten, Ideen, Hinweise und Einwände zu äußern.
Das können sie zum Beispiel während eines Toolbox-Meetings machen. Sie können außerdem jederzeit und vertraulich Sicherheitsbeauftragte, Sicherheitsfachkräfte oder Arbeitnehmervertreter kontaktieren.
Christian Henning, Leitung Betrieb und Prozessmanagement
„Vom Auszubildenden bis zur Führungskraft: Bei der Arbeitssicherheit ist es wichtig, dass alle die Tragweite des Themas erkennen und aktiv mitdenken.“
Aktuelle Unfallzahlen
(GRI 403-2 b, c) Im Berichtszeitraum ereigneten sich keine Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen. Die weiteren Zahlen bezüglich der arbeitsbedingten Verletzungen sehen wie folgt aus:
(GRI 403-9cd) Welche Gefahren verursachten im Berichtszeitraum Verletzungen? Oder trugen zu Verletzungen bei? Die Gründe analysieren wir in den bewährten Prozessen: Gefährdungsbeurteilungen ausführen, Betriebsanweisungen erstellen, Unterweisungen durchführen. Jeder Mitarbeiter erhält eine Erstunterweisung. Wir sind bestrebt, die Unfallzahlen zu reduzieren. Hierzu ergreifen wir verschiedene Maßnahmen (siehe →Ziele).
➤ Gesundheit langfristig erhalten
(GRI 403-3a) Der bestellte Betriebsarzt bietet den Mitarbeitern sowohl Pflicht- als auch Angebotsuntersuchungen an. Ergebnisse von Untersuchungen erhält J. MÜLLER aufgrund der Datenschutzvorgaben nicht.
Ganz gleich, ob der Mitarbeiter den ganzen Tag körperlich arbeitet oder lange Stunden am Schreibtisch sitzt: Zur Erhaltung der Arbeitskraft gehört auch der Gesundheitsschutz.
(GRI 403-5a, GRI 403-6ab) Folgende freiwillige Maßnahmen können unsere Mitarbeiter zum Erhalt ihrer Gesundheit wahrnehmen:
→ Firmenfitness in Kooperation mit EGYM Wellpass
→ Fahrradleasing
→ betriebliches Eingliederungsmanagement.
→ Angebotsuntersuchungen
➤ Projekte, Ziele und Maßnahmen
Arbeits- und Gesundheitsschutz ist ein Thema, das immer in Bewegung ist. Ein Beispiel: Wenn J. MÜLLER ein neues Gerät oder Fahrzeug anschafft, hat das auch Auswirkungen auf Vorgaben und Maßnahmen bezüglich Arbeitssicherheit. Darüber hinaus nehmen wir uns folgende Ziele vor: